Fachtag statt Fachtagung am 30.09. in Hannover

Da wir die traditionelle dreitägige Fachtagung der LAG dieses Jahr Corona-bedingt leider verschieben musste, haben wir eine eintägige Präsenzveranstaltung für den 30. September in Hannover organisiert.

Auf dieser Seite finden Sie den Flyer sowie die Möglichkeit zur Anmeldung.

Im Anschluss an den Fachtag findet die jährliche Mitgliederversammlung der LAG statt. Mitglieder erhalten hierzu eine gesonderte Einladung per Mail, Nicht-Mitlieder sind als Gäste herzlich willkommen.

Absage der Fachtagung 2020 in Bad Bevensen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona-Pandemie hat unseren Alltag nachhaltig verändert. Mittlerweile hat sich eine „neue Normalität“ eingespielt, die von Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz und Hygienekonzepten geprägt ist. Dennoch ergeben sich immer wieder Einschränkungen, die uns im privaten und beruflichen Umfeld vor neue Herausforderungen stellen.

Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass wir die Fachtagung in einem angemessenen Rahmen stattfinden lassen können. Leider ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht absehbar, wie sich die Situation und vor allem das Infektionsgeschehen bis zur Tagung entwickeln werden. Hinzu kommt, dass wir das Programm und den Kreis der Teilnehmenden aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln in einem beträchtlichen Umfang hätten reduzieren müssen, um die Tagung trotz Corona durchführen zu können.

Wir als Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft haben uns daher entschieden, die Fachtagung 2020 abzusagen. Diese Entscheidung fiel uns sehr schwer, da wir ein spannendes Programm auf die Beine gestellt und wir uns darauf gefreut haben, mit vielen Kolleginnen und Kollegen in Bad Bevensen eine interessante und intensive Tagung durchzuführen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir bereits einen Termin für 2021 bekannt geben können! Vom 10. bis 12. November 2021 findet die nächste Fachtagung der LAG in Bad Bevensen statt. Also: Save the date! Wir bemühen uns, soweit möglich, das Workshop-Programm mit ins nächste Jahr zu nehmen.

Den berufspolitischen Tag mit dem Input von Prof. Anke Spies am 30. September 2020 wollen wir als eintägigen Fachtag in Hannover durchführen. In Rahmen dieses Fachtages werden wir auch die diesjährige Mitgliederversammlung abhalten. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung wird es nach den Sommerferien geben.

Bundeskongress 2019

Die LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen war am 10. und 11. Oktober auf dem Bundeskongress Schulsozialarbeit vertreten. Während des gesamten Kongresses konnten wir gemeinsam mit anderen Ländernetzwerken des Bundesnetzwerks Schulsozialarbeit unsere Arbeit vorstellen, Kontakte knüpfen und uns mit vielen Kongressteilnehmer*innen austauschen.

Der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit verabschiedete gemeinsam mit den weiteren Organisator*innen des Kongresses (GEW, Orbit e.V., Freistaat Thüringen, Stadt Jena) die Jenaer Erklärung mit Forderungen für eine rechtliche und finanzielle Absicherung von Schulsozialarbeit in ganz Deutschland.

Regionalgruppentreffen Hannover Stadt und Region am 06.05.19

Schulsozialarbeit trifft auf Kinderschutz“. So lautete der Arbeitstitel des 2. Netzwerktreffens der LAG Stadt und Region Hannover in Kooperation mit dem Referat Jugendhilfe und Soziale Arbeit der GEW am 06.05.2019 in den Räumen der GEW in der Berliner Allee in Hannover.

Dieses Thema stand auf der Agenda von Wünschen ganz oben. So war es nicht erstaunlich, dass die Anmeldeliste innerhalb kurzer Zeit voll wurde und einigen Interessent/Innen leider abgesagt werden musste.

Ein Austausch über die Verfahren im Kinder- und Jugendschutz, bezüglich der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe, die vorhandenen (und nicht vorhandenen) Orientierungsrahmen und Zuständigkeiten und die Rolle der Schulsozialarbeiter/innen in diesem Kontext sollten inhaltliche Leitthemen sein.

Als Referent/Referentin haben wir gewinnen können:

Sigrid Wolter Dipl. Sozialwissenschaftlerin,

Lehrbeauftragte für besondere Aufgaben, Hochschule Hannover Fakultät V

Jörg Ratzmann Dipl. Sozialpädagoge/-arbeiter (FH), Jugendamt Stadt Wilhelmshaven, Teamkoordinator schulische Sozialarbeit

Vorstandsmitglied LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen

Nach einer Begrüßung durch Olaf Korek und Heide Neudörfer gab es Inputvorträge der Referenten*:

Jörg Ratzmann sprach über die Verpflichtung im Namen des Kinderschutzes „zu handeln“, die Stellung des Jugendamtes im Kinderschutz und über die Möglichkeit, vor allem in der Schule frühe Hilfen zu implementieren. Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten in Sachen „Kindeswohlgefährdung“ sei eine verbindliche und offene Kooperation beider Institutionen.

Sigrid Wolter stellte ausführlich das mehrstufige Verfahren im Kinderschutz vor.

Um Kindeswohlgefährdung (in der Schule) einschätzen zu können, bedarf es einer genauen Risikoeinschätzung. Klare Vorgaben (Checkliste Risikoeinschätzung) und mögliche Anhaltspunkte erleichtern diese Einschätzung. Die Hinzuziehung einer insofern erfahrenen Fachkraft ist dabei in der Regel notwendig. Eine kollegiale Beratung ist an dieser Stelle unumgänglich. In der fachlichen Bewertung sollte eine auf die Zukunft gerichtete, ressourcenorientierte Prognose für das Kind enthalten sein.

Die Rolle der Schulsozialarbeit ist häufig vor allem die der Beziehungsarbeit und der „des freiwilligen Zugangs“. Dieses ist ein Widerspruch im Prozess der Bewertung von Kindeswohlgefährdung!

Die entscheidende fachliche und emotionale Herausforderung ist das Schaffen von verlässlichen Orientierungsrahmen und einer gelingenden Zusammenarbeit von betroffenen Eltern und der Jugendhilfe. Es bedarf klarer und eindeutiger Kooperationsstrukturen zwischen Jugendhilfe und Schule.

Niedersachsen ist beim Thema „Kinderschutz“ gut organisiert und vernetzt (siehe www.kinderschutz-niedersachsen.de)

In den nachfolgenden Workshops wurden diese Inhalte vertieft, soweit es in der Kürze der Zeit möglich war. Als Resümée beider Gruppen: eine lösungsorientierte und strukturierte Kooperation von Schule und Jugendhilfe unter Hinzuziehung externer Fachkräfte/Beratungsstellen vor Ort ist die Grundlage, wenn es um die Risikoeinschätzung und den professionellen Umgang mit Kindeswohlgefährdung geht. Hier gibt es vielerorts Nachholbedarf, beziehungsweise erschwerte Bedingungen, auch von Seiten der Jugendhilfe (z.B. aufgrund gesetzlicher und datenschutzrechtlicher Vorgaben). Die Rolle der Schulsozialarbeit ist derzeit nicht ausreichend geklärt. An dieser Stelle besteht Handlungsbedarf. Zum Schluss wurden die „Kinderrechte in der Sozialen Arbeit“ von Seiten der GEW in den zukünftigen Themenspeicher eingebracht.

Auch wenn Vieles nur angerissen wurde, in der Kürze der Zeit war es eine inhaltlich und qualitativ hochwertige Veranstaltung, die gezeigt hat, wie sehr das Thema „Kindeswohlgefährdung“ in der Schule präsent ist. Wir bedanken uns bei den beiden ReferentInnen, beim Organisationsteam und bei Olaf Korek von der GEW für die gute und wertschätzende Zusammenarbeit.

Carola Pfennig, Heide Neudörfer und Christian Kerber

Protest verhindert Streichung von Stellen der Schulsozialarbeit

In Hannover waren Pläne zur Streichung von kommunalen Stellen in der Schulsozialarbeit durch das gemeinsame engagierte Handeln der Regionalgruppe  Hannover, Gewerkschaften, Politik, Wissenschaft und vielen Eltern verhindert worden.

Wir sind sehr froh, dass die Stadt Hannover die Stellen nun weiter an den Schulen bereit stellt und ein gemeinsames Angebot von Schulsozialarbeit verwirklicht.

Anbei finden Sie den Link zu einem Artikel der HAZ.

Abgerufen am 19.03.2019:

Save the Date – Jahrestagung 2019

 

Die diesjährige Fachtagung findet vom 30.09 bis 02.10.2019 statt.

Wir sind in Kontakt mit vielen fachkompetenten Referenntinnen und Referenten und informieren über unseren Mail-Verteiler, sobald wir die Ausschreibung herausgeben.

Diese Fachtagung wird voraussichtlich unsere letzte im Pfarrhof Bergkirchen sein. Wir verabschieden uns schweren Herzens, aber frohen Mutes und freuen uns im Jahr 2020 in einem größeren Tagungshaus mehr SchulsozialarbeiterInnen die Möglichkeit geben zu können, an unserer Fachtagung teilzunehmen.

Klausurtagung des Vorstands

 

Der Vorstand der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen hat sich vom 18.01.19 bis 19.01.19 zur Klausurtagung getroffen.

Themen waren unter anderem die Planung eines Treffens für die regionalen AnsprechpartnerInnen, die diesjährige Fachtagung in Bergkirchen, der Stand der Vereinsgründung sowie ein geplanter Fachtag in Kooperation mit der HAWK, der HSH und der GEW in 2020.

Weiterhin sind neue Flyer in Planung, um das Selbstverständnis und die Aufgaben der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen öffentlichkeitswirksam präsentieren zu können.

Online-Umfrage zum Forschungsprojekt „Strukturreform der Schulsozialarbeit in Niedersachsen“ gestartet

 

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Braunschweig/Wolfenbüttel untersucht im Rahmen des Forschungsprojekts „Strukturreform der Schulsozialarbeit in Niedersachsen“ unter Leitung von Prof. Dr. Christine Baur die Auswirkungen des Erlasses „Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung“ (Laufzeit 09/2017 -02/2020).

Die LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen begrüßt dieses Forschungsprojekt, da so die Schulsozialarbeit im Landesdienst evaluiert, sowie die Kooperation zwischen der Sozialen Arbeit in schulischer Verantwortung und der Schulsozialarbeit unter anderen Anstellungsträgern genauer betrachtet werden kann.

Die Forschungsfragen beziehen sich a) auf die Kooperation der verschiedenen Fachkräfte in der Schule, b) auf die Qualitätsentwicklung von Schulsozialarbeit und der Schulen sowie c) auf das Professionsverständnis Sozialer Arbeit.

Am 07.01.2019 wurden alle Schulleiterinnen und Schulleiter in Niedersachsen landesbediensteten sozialpädagogischen Fachkräften über die gestartete Online-Umfrage informiert und um Unterstützung gebeten. Das Anschreiben beinhaltet Fragebögen für Schulleitungen und Schulsozialarbeiter (unabhängig vom Anstellungsträger). Sollten die sozialpädagogischen Fachkräfte der angeschriebenen Schulen noch keine Weiterleitung der Mail erhalten haben, ist eine Nachfrage bei der Schulleitung empfehlenswert. Die Teilnahme ist noch bis zum 22.01.2019 möglich.

Aus Datenschutzgründen können wir leider keinen Link zur Umfrage online stellen. Bitte erfragen Sie diesen bei der Schulleitung.

Regionalgruppe Hannover Stadt und Region

 

Am 5. November 2018 trafen sich 21 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter in den Räumlichkeiten von verdi zu einem ersten Regionalgruppentreffen für unsere Region. Wir haben beschlossen jedes Jahr zwei Fachveranstaltungen zu einem schulsozialarbeitsrelevanten Thema durchzuführen.

Nach einer intensiven Vorbereitung entschieden wir uns in enger Abstimmung mit dem Sachgebiet Schulsozialarbeit der Landeshauptstadt Hannover das gewählte Thema „Austausch über die Verfahren im Kinderschutz“ in das Jahr 2019 zu verschieben.

Stattdessen trafen wir uns zu dem nicht minder interessanten Thema „Schulabsentismus“. Referent Bernd Eßlinger von der Werk-Statt-Schule e. V. aus Hannover berichtete aus seiner Arbeit und über das Projekt Fachwerk (siehe Konzept Fachwerk). Dieses Projekt befasst sich mit Praxisprojekten für schulmüde und schulverweigernde Jugendliche in Niedersachsen. Herr Eßlinger hielt einen sehr lebendigen Vortrag und bat darum in unseren 200 Kolleginnen umfassenden Schulsozialarbeitsverteiler in Niedersachsen aufgenommen zu werden. Wir werden so 2x im Jahr Neuigkeiten aus der Werk-Statt-Schule e.V. veröffentlichen können.

Verdi Gewerkschaftssekretär Martin Peter begrüßte uns und berichtete über Kasseler Gespräche für pädagogische Berufsgruppen, sowie über die anstehende Tarifauseinandersetzung für die Beschäftigten im niedersächsischen Landesdienst im Frühjahr 2019. Er wird uns in Zukunft ebenfalls Informationen über die Arbeit von verdi zukommen lassen. Besonders bezüglich eines möglichen Arbeitskampfes im kommenden Jahr.

Das Vorbereitungsteam trifft sich im Advent noch zu einem Planungstermin. An dieser Stelle werden wir einen Ausblick in 2019 machen. Die Hochschule Hannover und die GEW Niedersachsen haben dankenswerterweise bereits angeboten, im neuen Jahr ihre Räumlichkeiten für ein Regionalgruppentreffen zu Verfügung zu stellen.

 

Christian Kerber

Garbsen-Berenbostel, 25.11.18