Qualitätssicherung in der Schulsozialarbeit in Niedersachsen

Zwischen Qualitätsentwicklung, strukturellen Ausbau und gelebter Wertschätzung

Vom 26. bis 28.11.2025 fand die jährliche Fachtagung „Schulsozialarbeit in Niedersachsen“ der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Referat Jugendhilfe und Soziale Arbeit der GEW Niedersachsen in Stapelfeld bei Cloppenburg statt. Beim berufspolitischen Tag gab es einen Einblick in das Forschungsprojekt „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ mit der Vorstellung zentraler Ergebnisse der Fachkräftebefragung mit besonderem Fokus auf Niedersachsen. Die Leitung des Projekts obliegt Nachwuchsprofessor Dr. Sebastian Rahn und Lars Bieringer (M.A.) der Hochschule Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar). Lars Bieringer stellte die Ergebnisse den Teilnehmenden vor. 

Darüber hinaus war die Überarbeitung der Qualitätsstandards der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen e.V. Thema. „Praxis stärken, Qualität sichern – zentrale Eckpunkte von Schulsozialarbeit in Niedersachsen“ist der Titel des sich noch in der Entwurfsfassung befindlichen Orientierungsrahmens. „Die LAG hat 2005 bereits Qualitätsstandards verfasst und veröffentlicht,“ leitet Jutta Anton in ihrem Impulsvortrag ein und schlussfolgert weiter: „Seit 20 Jahren sind sie bekannt und werden aber nicht überall umgesetzt. Wir haben diese nun der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst und zwei wichtige Komponenten eingefügt: Das Selbstverständnis der Fachkräfte der Schulsozialarbeit und eine Selbstverpflichtung. Wir wollen mit dem Orientierungsrahmen die Qualität der Schulsozialarbeit in Niedersachsen sichern und fordern die Politik und Verwaltung auf, Strukturen zu schaffen und auszubauen.“

Meike Grams machte in ihrem Grußwort von Seiten der GEW deutlich, wie wichtig es sei sich aktiv in den aktuellen Tarifverhandlungen einzubringen und als Schulsozialarbeiter*innen sichtbar zu sein, damit endlich die Mindestforderung: die stufengleiche Höhergruppierung auf S 12 mit Anrechnung der Stufenlaufzeit mit auf den Verhandlungstisch kommt.

In einer engagierten Fishbowl-Diskussion kamen verschiedene Perspektiven aus Wissenschaft, Trägerschaft, Gewerkschaft und Praxis zusammen, um die Qualitätsdebatte und aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren. 

Auf der anschließenden Mitgliederversammlung wurde der neue Vorstand gewählt. 

Jutta Anton, Jörn Hannemann, Anika Brinkmann, Susanne Huschner und Melanie Kräft werden in den nächsten zwei Jahren als Vorstand wirken. Herzlichen Glückwunsch! Unterstützt werden sie von den aktiven Mitgliedern Janine Wonneberger, Luca Rohrsen, Felix Fey und Ben Lantzsch und bilden somit einen erweiterten Vorstand. Vielen Dank für die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.

An den weiteren Tagen beschäftigten sich die Kolleg*innen in vier Workshops zu den Themen: Friedensbildung, Social Media im Schulalltag, kindliches Verhalten und Gruppendynamik. Die Arbeitsergebnisse aus den Workshops wurden wie gewohnt am Ende der Tagung kreativ und einfallsreich als Kurzpräsentation allen Teilnehmenden vorgestellt. 

Die Abende waren geprägt durch den kollegialen Austausch in gemütlicher Atmosphäre mit Musik und das Kennenlernen neuer Gesellschaftsspiele.


Neuer Vorstand der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen: Jutta Anton, Susanne Huschner, Melanie Kräft, Anika Brinkmann (von links) und Jörn Hannemann (ohne Foto)

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