Fachgespräch im Kultusministerium zur Schulsozialarbeit

 

Am 22.04.15 trafen im niedersächsischen Kultusministerium (MK) zu einem Gespräch zur Perspektive der Schulsozialarbeit in Niedersachsen Frau Wenzel, Herr Erbe (Kultusministerium), Meike Grams, Olaf Korek (GEW), Maren Knörzer und Volker Harmening (LAG Schulsozialarbeit) zusammen.

Das Kultusministerium, die Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe und das Referat Schule und Jugendarbeit der GEW und die LAG Schulsozialarbeit in Niedersachsen haben über folgende Dinge gesprochen:

In der Konzeptplanung des MK zur Schulsozialarbeit wird der Titel: Sozialpädagogische Arbeit in schulischer Verantwortung – dauerhafte Stellen beim Land – gewählt (im folgenden Schulsozialarbeit genannt). Staatssekretär Peter Bräth ist dafür federführend zuständig. Die LAG Schulsozialarbeit wird das Gespräch mit ihm suchen.

Die Hauptaufgabenbereiche von Schulsozialarbeit fußen auf dem SGB VIII (Jugendhilfe), dem niedersächsischen Schulgesetz und den für Schulsozialarbeit gültigen Erlassen. Die konzeptionelle Planung für die Schulsozialarbeit soll bis Anfang 2016 abgeschlossen sein. Danach beginnt die Umsetzung.

Das Land Niedersachsen wird eine Basisversorgung an Schulsozialarbeit schaffen. Die Kommunen werden eine Ergänzung durch feste Anstellungsverträge hoffentlich schaffen. Das MK möchte eine niedersachsenweite Profilierung von Schulsozialarbeit erreichen. Schulsozialarbeit soll fester und verlässlicher Bestandteil von Schule werden. Neben der beruflichen Absicherung ist auch die Sicherung einer umfangreichen Grundausstattung für jede Stelle eine notwendige Bedingung. LAG Schulsozialarbeit und GEW stimmen dem ohne Vorbehalte zu, verweisen aber auch darauf, das ein Ausbau der Schulsozialarbeit im Entwurf der jetzigen Schulgesetznovelle leider nicht auftaucht.

Im Jahr 2016 läuft das sogenannte Hauptschulprofilierungsprogramm aus. Das Land Niedersachsen ist aufgefordert eine Perspektive für die Schulsozialarbeit zu finden. Für ca. 500 Stellen in der niedersächsischen Schulsozialarbeit muss eine Zukunft geschaffen werden. Die LAG Schulsozialarbeit und die GEW Niedersachsen sind bereit konzeptionell mitzuwirken wenn das Land eine tragfähige Perspektive für die oben genannten Stellen (und die dort arbeitenden Kolleginnen) entwickelt.

13,446 Mio. Euro sollten nach dem Auslaufen des Hauptschulprofilierungsprogrammes ab dem Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung stehen. Dieses war die Summe, die für Schulsozialarbeit im Übergang Schule/Beruf für Berufsorientierung für 2 Jahre zur Verfügung gestellt wurde. LAG und GEW haben die Hoffnung das die Landesregierung aus den Mitteln für Ganztagsschulen noch mehr Stellen im Landesdienst schafft als bisher.

Die kommunalen Arbeitgeber sind ebenso aufgefordert Stellen in der Schulsozialarbeit ergänzend zu schaffen. GEW und LAG Schulsozialarbeit sind neben dem Landesdienst eindeutig für eine Ansiedlung der Stellen beim Schulträger.

 

Volker Harmening

Christian Kerber                                                                                                                                                    im April 2015